Unterwegs

Mit Friedemann in Berlin

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Dienstag:

Friedemann holt mich vormittags ab und wir brechen auf, Richtung Stralsund, um einige von Jankos Gitarren abzuholen, denn er kann erst zwei Tage später nachkommen. Über eine fast autoleere A20 führt uns unser Weg dann Richtung östliches Berlin. Da, wo noch kalter Wind durch die Hochhausschluchten aus Betonplatten weht. Irgendwann landen wir dann beim Bandhaus. Dort, wo auch unser alter Bekannter Martin Koch (ex Toxpack) seine kleine Gitarrenwerkstatt hat. Martin hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf in der Musikszene erarbeitet und so lässt auch Friedemann seine Gitarren vor dem Studiobesuch noch einmal von Martin durchchecken. Im Anschluss machen wir uns dann auf, Richtung Rummelsburger See, wo unser Freund Jan Ebel bereits mit seinem Hausboot auf uns wartet. Bei leckerem Hühnerfrikassee aus Jans Kindergarten und einem unerwarteten dochumso freudigeren Wiedersehen mit dem alten Johnnie Rook Schlagzeuger Marco lassen wir den Tag dann entspannt ausklingen. Unter den wachen Augen des Vollmondes schlafe ich so gut wie noch nie zuvor in Berlin. Continue Reading

Unterwegs

Impressionen aus Demmin

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Demmin. Eine Stadt mit der mich schon seit sehr vielen Jahren etwas verbindet. Die erste Band, die ich regelmäßig begleitete, kam aus Demmin. Sie hieß Red Ink und ich habe durch die Jungs viel gelernt. Sie spielten damals unter anderem Konzerte im Demminer Jugendhaus oder auf der Demminer Waldbühne. Jahre später durfte ich dann auf einer Tour mit In Extremo deren Pyrotechniker Christoph kennenlernen. Und wie sich herausstellte kam er tatsächlich aus Demmin und kannte auch Red Ink noch von früher. Feine Sahne Fischfilet fragen auf ihrem aktuellen Album: „was bleibt, wenn immer nur die guten gehen?“ Was bleibt sind Ängste und Vorurteile. „Wie? Was gibt es denn in Demmin?“ Solche oder ähnliche Fragen durfte ich mir schon des öfteren anhören, wenn ich Freunden erzählt habe, dass ich nach Demmin fahre. Mein guter Freund Christoph hat, mit Hilfe von vielen guten Menschen, einen guten Ort geschaffen. Ein altes Ausflugslokal namens „Voelschow Berg“ in dem sich Bands wie In Extremo ein Stelldichein geben um zu proben, ein Ort an dem Theater gespielt wird oder für die Demminer unentgeltlich ein Osterfest gefeiert wird. Ich bin froh, dass er geblieben ist und mit seiner Haltung andere Menschen ansteckt. Letzte Woche waren wie schon geschrieben In Extremo bei ihm zu Gast und da ich die Jungs nicht ständig mit meiner Kamera „nerven“ wollte, habe ich mir an zwei Abenden Demmin einmal in Ruhe angeschaut. Ich habe alte Erinnerungsorte wie das Jugendhaus oder die Waldbühne besucht. Demmin ist eine Stadt mit ganz viel alter Bausubstanz die wunderschön ist und die trotz der schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit heute unglaublich viel Ruhe und Frieden ausstrahlt, aber eben auch diese ländliche bitter süße Melancholie, die ich so in der Form nur im Osten Deutschlands finde.

Konzertfotos, Unterwegs

Country King Fotos vom Nopperhof

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Unverhofft kommt oft oder wie heißt es so schön? Und so begaben wir uns an einem sonnigen Pfingstsamstag auf den Nopperhof unweit von Bützow. Nico, dem der Hof gehört, feiert einmal im Jahr mit Freunden und Geschäftspartnern das Leben. Das diesjährige Motto waren die „Weltfestspiele der Jugend“, vielleicht erinnert sich der eine oder andere „ältere“ Besucher des Blogs noch daran. So verkleidet man sich dann nicht nur jedes Jahr sondern Nico lädt auch ein paar regionale Bands ein. In diesem Fall meine Freunde vom COUNTRY KING. Der Legende nach ein paar verrückte Typen die man in Nashville nicht haben wollte und die daraufhin nach Rostock emigriert sind. Ob das alles so stimmt? Wer weiß das schon. Was ich aber weiß ist, dass es schön ist, dass es noch Menschen wie Nico gibt, die etwas zurück geben um mit Menschen die einem lieb sind eine gute Zeit zu verleben.

Portraits, Unterwegs

Ein Sonntag im Paradies

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Über Felder und Hügel geht der Weg. Über einsame Landstrassen unter blauem Himmel und geblendet von der Sonne. Füchse sonnen sich auf den staubigen Feldern, Dorfkirchen ragen friedlich in den Horizont mit ihren Kirchturmspitzen. Unser Weg führt uns ins Warnowtal. Da wo die Warnow noch ein wilder Fluss ist. Dort baden wir und beobachten Kajaktouristen. Weiter zum Priester See geht der Weg, dessen Wasser leider nicht zum baden einlädt. Anders hingegen am Trechower See. Glasklar und angenehm frisch. Unterwegs entstehen Fotos. Wir beobachten und genießen die Landschaften. Ein schöner Sonntag im Mai. Das Paradies ist manchmal so nah.